Salzgewinnung Bunde

Aktuelles

Nobian erhält Genehmigung für Bau eines Zuwegs

Der Landkreis Leer hat Nobian am 7. Januar 2026 die Genehmigung zum Ausbau der Zuwegung zum vorgesehenen Bohrplatz für eine Probebohrung erteilt. Der Weg verläuft über das Feld westlich der Steinhausstraße; die Bauarbeiten finden daher überwiegend auf Privatflächen statt. Sichtbar für Anwohnende wird vor allem die Verbreiterung der Anbindung des Weges an die Steinhausstraße sein.

Der Baubeginn ist für den 14. Januar 2026 vorgesehen. Aufgrund der Wetterlage wird dann zunächst nur Material angeliefert. Nobian und die beauftragte Baufirma JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG werden - auch in Absprache mit den lokalen Behörden - durch entsprechende Beschilderungen für eine dauerhaft sichere Situation sorgen, sodass die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich bleiben.

Die Genehmigung des Landkreises Leer bezieht sich auf eine „1.500 Meter lange Zuwegung zum Bohrplatz für den Salzabbau am Standort Bunde“. Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte Nobian folgendes klarstellen: Der Weg führt zunächst ausschließlich zu einem (noch zu bauenden) Bohrplatz einer von Nobian geplanten Probebohrung. Eine Entscheidung über einen möglichen späteren Salzabbau in Bunde kann erst getroffen werden, wenn die Ergebnisse der Probebohrung vorliegen. Die Genehmigung zur Errichtung des Bohrplatzes durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) steht noch aus.

Nächste Schritte auf dem Weg zur Probebohrung

Auf dem Weg zur Probebohrung sind viele Vorarbeiten notwendig. Ein genaues Datum für den Beginn der einzelnen Bautätigkeiten können wir derzeit noch nicht nennen. Nobian benötigt dazu eine Reihe von Genehmigungen, die derzeit in Arbeit sind. Hier eine Übersicht der einzelnen Schritte, die für die Probebohrung erforderlich sind:

  • Bohrplatzbau für die Probebohrung: Die technischen Arbeiten können erst beginnen, wenn die Zufahrtsstraße fertiggestellt ist und die Genehmigung „Sonderbetriebsplan Platzbau“ vorliegt. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie überwacht diesen Prozess. Diese Phase wird sich über mehrere Monate erstrecken, wobei der Zeitplan von den Wetterbedingungen und der Beschaffenheit des Bodens beeinflusst wird. 
     
  • Vorbereitung der Probebohrung: Sobald der Bohrplatz fertig ist, wird die Ausrüstung für die Probebohrung installiert. 
     
  • Probebohrung: Sie wird für etwa drei Monate rund um die Uhr durchgeführt. Die genaue Dauer ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss und hängt davon ab, wie der Untergrund im Detail beschaffen ist. Auch hierfür ist eine separate Genehmigung des LBEG notwendig. Nobian hat diesen Antrag noch nicht eingereicht.
     
  • Probenanalyse: Nach dem Bohren werden die Proben in Laboren analysiert. Der Bohrplatz wird zurückgebaut.

Nobian wird vor jedem Schritt einen Überblick über alle Maßnahmenpläne geben und eine klare Kommunikation mit den Anwohnenden sicherstellen, damit sie das Unternehmen während des gesamten Prozesses bei Bedenken problemlos kontaktieren können. Bei Fragen erreichen Sie uns unter: salzgewinnung.deutschland@nobian.com

LBEG erteilt Nobian die Genehmigung zur Aufsuchung von Salzen

Am 13. Dezember 2024 hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) Nobian eine „Erlaubnis zur Aufsuchung von Stein-, Kali-, Magnesia- und Borsalz nebst den mit diesen Salzen in der gleichen Lagerstätte auftretenden Salzen zu gewerblichen Zwecken“ erteilt. Die Genehmigung gilt ab 1. Januar 2025 und ist bis 31. Dezember 2029 – also auf fünf Jahre - befristet. Bei einer bergrechtlichen Erlaubnis handelt es sich um das grundlegende Recht, in einem festgelegten Gebiet einen bestimmten Rohstoff aufsuchen zu dürfen. Außerdem schließt das Bergamt damit aus, dass andere Unternehmen im festgelegten Gebiet nach Salz bohren könnten. 

Technische Maßnahmen (wie beispielsweise das Anlegen eines Bohrplatzes oder die Bohrung in den Untergrund) sind Nobian damit noch nicht gestattet. Um mit der Probebohrung zu beginnen, müssen erst noch bergrechtliche Betriebspläne zugelassen werden, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist. Diese hat Nobian bereits eingereicht, sie werden zurzeit noch durch LBEG überprüft.

Das festgelegte Erlaubnisfeld hat eine Fläche von knapp 5,8 Quadratkilometern und erstreckt sich nordwestlich der Ortschaft Bunde (Landkreis Leer) bis zum Ortsteil Bunderhee in Richtung niederländischer Staatsgrenze (siehe Grafik). Nobian hatte den finalen Antrag auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Salz im Oktober gestellt. Danach hatte das LBEG den Antrag geprüft, und um Stellungnahmen des Landkreises Leer, der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) und des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) gebeten. Die Gemeinde Bunde wurde ebenfalls informiert. Nun hat das LBEG die Erlaubnis erteilt.

Weitere Informationen zum Thema Bergbauberechtigungen finden Sie hier

Transportleitungen für Wasser und Salzsole

Vorbereitende Gespräche mit Grundstücksbesitzern in Deutschland und den Niederlanden  

Sollte Nobian nach der Probebohrung die Entscheidung fällen, bei Bunderhee Salz zu gewinnen, müssen Pipelines gelegt werden. Über diese Pipelines wird Wasser in die zukünftige Kaverne gepumpt, um das Salz zu lösen, und die gewonnene Salzsole vom Bohrfeld zur Salzfabrik in Delfzijl transportiert. 

Nobian untersucht den besten Verlauf für eine Pipeline. Die vorgesehene Pipelinetrasse würde eine Länge von ca. 27 km haben: Sie verbindet das mögliche Gewinnfeld bei Bunderhee mit einer bereits bestehenden Soleleitungsinfrastruktur in den Niederlanden. Die mögliche Trasse verläuft ca. drei Kilometer von Bunderhee zur Grenze und 24 km zur bestehenden Pumpstation in Westerlee. 

Um sicherzustellen, dass die Vorbereitungen für eine Pipeline bis zu einem möglichen Produktionsbeginn abgeschlossen sind, haben erste Gespräche mit den Eigentümern der Grundstücke begonnen, über die sie verlaufen könnte. Endgültige Entscheidungen über den möglichen Verlauf der Pipeline, wie auch Genehmigungen und Bau sind abhängig von den Ergebnissen der Probebohrung. 

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Projekt:  

Wie lange würde der Bau der Pipelinetrasse dauern? 

Der Bau der Pipelinetrasse gliedert sich in drei Phasen:

  • Vorbereitungsarbeiten
  • Bau und Verlegung der Pipelines; dazu sind auf einigen Abschnitten horizontale Bohrungen notwendig
  • Rückbau der Trasse in ihren ursprünglichen Zustand an der Oberfläche 

Der Zeitplan für die Konstruktion hängt vom Fortschritt in diesen drei Phasen sowie den Ergebnissen der Probebohrung in Bunde statt. 

Aus welchen Pipelines besteht die Trasse? 

Die Trasse würde aus drei gleichen Rohrleitungen bestehen. 

Durch eine der Rohrleitungen wird Frischwasser von unserem Werk in Delfzijl zur Salzgewinnungsstätte in Bunde gepumpt. Durch die zweite Leitung transportieren wir die Sole zur Pumpstation in Westerlee, in den Niederlanden. Die dritte Leitung dient als Reserveleitung.    

Wie liegen die Pipelines im Boden? 

Die drei Pipelines werden mit mindestens 1,40 m Boden bedeckt sein. Dies ist eine Tiefe, in der die Pipelines gut vor äußeren Einflüssen wie landwirtschaftlichen Aktivitäten und dem Druck von Fahrzeugen geschützt sind.

Werden die Grundstückseigentümer entschädigt? 

Ja. Nobian nimmt Gespräche mit den Eigentümern auf, die von dem möglichen Pipelinebau betroffen sind. 

Welche Auswirkungen hat die Verlegung der Pipelines auf die betroffenen Landbesitzer? Können sie nach dem Bau weiterhin Landwirtschaft auf den Grundstücken betreiben? 

Wir werden wir mit den betroffenen Landbesitzern Vereinbarungen treffen. Die Arbeiten sind vorübergehend, und nach Abschluss wird das Land so schnell wie möglich wiederhergestellt. Danach können die Landwirte das Land wie gewohnt bewirtschaften. 

Bei weiteren Fragen melden Sie sich gern bei uns: salzgewinnung.deutschland@nobian.com

Info-Veranstaltungen im April und Oktober 2024

Die Info-Veranstaltungen in 2024 haben uns gezeigt, wie groß das Interesse am Thema 'Salzgewinnung in Bunde' ist: Wir konnten jedes Mal zwischen 150 und 200 Besucher und Besucherinnen begrüßen, die uns viele, teilweise auch sehr kritische Fragen stellten. Die Anliegen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir sehr ernst. Deshalb werden wir weiterhin einen konstruktiven Dialog mit ihnen suchen und sie über jeden Schritt bei der Fortführung des Projekts auf dem Laufenden halten.

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich bitte per Mail bei uns: salzgewinnung.deutschland@nobian.com. Wir treffen Sie bei Bedarf auch gern persönlich!

Poster Info-Abend April 2024